Gesundheits Charta WHO
Die erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung hat am 21. November 1986 in Ottawa eine Charta verabschiedet, die heute als das zentrale Dokument der Gesundheitsförderung gilt.
In Folge wird der deutsche Wortlaut in Auszügen wiedergegeben.
«Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. sie verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit ebenso betont wie die körperlichen Fähigkeiten. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden.» Quelle: Forschung aktuell, 09/1994
Gesundheit im Wandel der Zeit
Im Paradies war unbewusstes Sein ohne Entwicklungsmöglichkeit; der Drang zur Erkenntnis führte zu Bewusstsein, zur Möglichkeit der Unterscheidung, des individuellen gesonderten Seins und Veränderung, d.h. zum Leben und Sterben, Unvollkommensein, Kranksein. Die Ursache des Krankseins ist das in-die-Schöpfung-treten: die Ur-Sonderung (Ursünde). Krankheit, Leben und Tod sind die zwingenden Folgen der Bewusstwerdung. Bibel
«Sie nahmen an, der Kranke sei von einem bösen Geist besessen. Also vertrieb der Schamane "Priesterheiler" den Dämon.» Naturvölker
«Gesundheit ist die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit» Sozialversicherungsrecht
«Gesundheit ist die subjektive Empfindung des Fehlens von körperlicher, seelischer und geistiger Störung bzw. Veränderung.» Pschyrembel (1986) med. Wörterbuch
«Ein gesundes Oekosystem hat Bewusstsein auf verschiedenen Ebenen, verändert die Aussenwelt und wird von ihr beeinflusst, entwickelt sich beständig weiter und schafft dabei Raum für neues Leben.» Biologie
«Gesundheit und Krankheit sind das Resultat eines kontinuierlichen Anpassungsprozesses zwischen einem Individuum und seiner sozialen und ökologischen Umgebung.» Schweiz. Apothekerzeitung Nr.19 1994
